Ein Lego-Schlüsselbrett für die ganze Familie

Im Artikel über den alten Schlüsselbund fürs Kind hatte ich bereits angedeutet, dass der Legostein am Schlüsselbund eine Bewandnis hat. Hier lüftet sich nun das Geheimnis…

Vor einiger Zeit habe ich für unsere kleine Familie ein Lego-Schlüsselbrett gebaut, bei dem man die Schlüssel mit einem Legostein aufs Schlüsselbrett stecken kann. Die Idee habe ich von meinem Kumpel Dieter, der bereits ein ähnliches Schlüsselbrett gemacht hatte.

Ich habe für meine Variante ein etwa 1 cm starkes Kirschholz gekauft. Die Standard-Legosteine mit zwei mal acht Noppen sind knapp 32 mm lang und knapp 16 mm breit, so dass ich einen vorhandenen 16 mm Fräser benutzen konnte. Für meine Oberfräse habe ich eine Führungsschiene und so war es kinderleicht, zwei ca. 2-3mm tiefe Nuten zu fräsen, in die die Legos exakt hinein passen.

Lego-Schlüsselbrett: Legosteine in die Nuten kleben
Lego-Schlüsselbrett: Legosteine in die Nuten kleben

Die Breite des Schlüsselbretts habe ich ebenfalls genau auf die Legosteine abgestimmt und mit Handkreissäge und Führungsschiene millimetergenau gesägt.

Mein Tipp: Die Steine so zusammenbauen wie auf dem Bild zu sehen, und dann als Maß für die Breite verwenden: Entweder rechtwinklig am Holz anlegen und dann die Breite mit einem Bleistift markieren. Oder wer wie ich einen Tisch mit Anschlag für das Maß hat, kann die Legoleiste auch direkt als Vorgabe einpassen. Hier ist darauf zu achten, dass z.B. die Zähne eines Kreissägeblattes oft etwas breiter sind als das Blatt an sich. Das Einpassen mit der fertigen Legoleiste ist wichtig, denn die Legosteine haben nicht exakt die oben angegebenen Größe, sondern sind geringfügig kleiner. Verwendet man die fertig zusammengebauten Legos direkt als Maß, eliminiert man Messfehler bzw. die Fehlerfortpflanzung und wird mit einem absolut bündigen Abschluss belohnt.

Für die Schraublöcher habe ich mit einem Forstnerbohrer zuerst ein paar Millimeter tiefe Löcher eingesenkt, in die runde Legoscheiben mit zwei mal zwei Noppen passen. Mittig habe ich dann das Loch für die Schraube (4mm) durchgebohrt. Auf dem Bild ganz oben sieht man so einen runden Legostein. Zur Befestigung der Legoscheibe empfehle ich einen zurecht geschnittenen Powerstrip oder etwas doppelseitiges Klebeband, damit man später wieder problemlos an die Schraube kommen kann.

Da die Legosteine in die Nuten geklebt werden müssen, habe ich mich für starken Zweikomponenten-Kleber (Epoxidharz) entschieden. Damit der Kleber nicht an falschen Stellen ins Holz eindringt, habe ich die Bretter wie auf dem obigen Bild zu sehen um die Nuten herum zuvor ganz leicht eingeölt, so dass eventuell überschüssiger Kleber nicht gleich ins Holz ziehen kann. Hierbei darf das Öl allerdings auf gar keinen Fall in die Nut selbst geraten. Dann habe ich den Kleber dünn in den Nuten verstrichen und schließlich die vorbereitete Legostein-Leiste eingesetzt.

Als die Legosteine eingesetzt und festgedrückt waren, habe ich ein paar herausgequollene Klebertröpfchen vorsichtig mit Taschentüchern von den Rändern entfernt. Nach 1-2 Stunden war der Kleber ausgehärtet und ich konnte die dünnen Legoplättchen über den eingeklebten Steinen entfernen, die mir die Lego-Leiste zusammengehalten hatten. Dann konnte ich das Brett komplett mit Leinöl behandeln, damit es eine schöne Farbe bekommt. Noch schnell an die Wand geschraubt und stolz haben wir die ersten Schlüssel angesteckt.

Unser Schlüsselarsenal war noch nie so übersichtlich.

In Kürze poste ich noch, wie man Legosteine am besten an den Schlüsselbund bekommt. Kleben, bohren oder clever wählen – alles ist möglich, doch gewusst wie

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